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Anje Heinz

Seelenliebe Blog # 3

Seelenliebe Blog # 3

Let’s talk about Love
Wünschen wir uns nicht alle den EINEN Menschen?

Seelenliebe-Blog…….. ein Blog von @Seelenliebe – Freie Trauungen & mehr über das Leben, die Liebe und den Tod.
Ich glaube, alles hängt ganz nah miteinander zusammen. Wir kommen nicht an diesen drei Dingen vorbei.

Wir leben. Im besten Fall glücklich und gesund.

Wir lieben
. Im besten Fall finden wir die große Liebe. Die einzig Wahre, die es nur einmal im Leben gibt. Tja, und die schlechte Nachricht ist, am Tod kommen wir leider nicht vorbei.

Wir sterben
. Er betrifft uns alle. Jeden von uns. Dich. Mich. Uns. Vor Keinem macht er Halt. Im Besten Fall klopft er an unsere Tür, wenn wir unser Leben gelebt haben. Wenn wir schrumpelig alt und bereit sind, die Augen zu schließen. Wenn wir Abenteuer erlebt, Zaubergärten gepflanzt, die Freiheit umarmt, an Magie geglaubt, viel gelacht, im Mondlicht gebadet, wild geträumt, fantasievoll geschwärmt, unglaublich Schönes gelesen, alten Menschen gelauscht, die Angst fallen gelassen, uns Neuem geöffnet, Liebesbriefe geschrieben haben und Kindern durch das Zaubertor gefolgt, bis zum Himmel geschaukelt und durch den Regen getanzt sind. Das alles und viel mehr. Puhhhhhhhh.

Wisst ihr, meine Freien Trauungen schließe ich gern mit Wünschen für das Brautpaar. „Ich wünsche euch….. ein langes, gemeinsames, harmonisches Leben, privaten und beruflichen Erfolg, Gesundheit (das ist wohl das Allerwichtigste)“ ….. und meist noch eine Fußballherde Enkel und dass sie, wie Peter Fox, am See sitzen und zufrieden und beseelt zurückschauen. Dann folgen gefühlt noch hundert zauberhafte Wünsche und am Ende wünsche ich doch meist nur Eins: Dass sie glücklich sind. Weil eigentlich haben wir nur eine einzige Aufgabe in diesem einen unseren Leben, hier auf dem Erdenball: Dass wir glücklich sind. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere bastelt sich drum herum bzw. bestimmt das Glück. Sind wir krank, sind wir nicht glücklich. Haben wir Liebeskummer, sind wir nicht glücklich. Haben wir den Job verloren, sind wir nicht glücklich. Tun wir etwas, was wir nicht mögen, sind wir nicht glücklich. Erwidert der, den wir lieben, unsere Liebe nicht, sind wir nicht glücklich. Verlieren wir Menschen, die wir lieben, sind wir nicht glücklich. Aber wir wollen doch eigentlich nur glücklich sein. Wir jagen dem Glück mit Raketenkaracho hinterher, weil wir glauben, nur wenn wir den richtigen Job oder die große Liebe gefunden haben, sind wir glücklich…. Das wird nicht passieren. Doch dazu ein anderes Mal. Oh Mann, ich merke schon, wir werden noch viele Abende oder Stunden miteinander verbringen.

Also wo waren wir stehen geblieben? Ja, beim Glück. Beim glücklichen Leben, der Liebe und dem Tod.
Weißt du, ich glaube daran, dass wir im Innersten alle einen sehnlichen Wunsch haben: den einen Menschen an unserer Seite, mit dem wir das Glück teilen und die stillen Momente genießen können. Die sind es ja doch meist, die uns die Glückseligkeit wie einen zart seidenen Morgenmantel überwerfen.
Ich glaube, wir wünschen uns einen Menschen an unserer Seite, mit dem wir alt werden. Mit dem wir Händchen haltend durch den Park schlürfen, auf der Parkbank Halt machen müssen, weil uns die Puste ausgeht und wir dann die Eichhörnchen beobachten und uns gegenseitig auf die kleinen Wunder des Lebens stupsen können. Das ist doch Glück. Die gelbe Butterblume neben der Bank, die zart im Wind den Walzer tanzt. Das lachende Kind auf dem Spielplatz, das in seiner zauberhaften Unbeschwertheit uns die wirklichen Dinge des Lebens wieder lernt – wie Vertrauen, bedingungslose Liebe, endlose Phantasie, die wie goldene Einhörner durch unser vom Alltag vollgestopftes Hirn galoppiert und es wieder frei pustet und für die wahren, schönen Dinge im Leben öffnet: Liebe, Miteinander, Achtsamkeit, Respekt und Empathie. Wertschätzung.

Ich glaube daran, dass wir uns im tiefsten Inneren einen Menschen an unserer Seite wünschen, mit dem wir unsere Reise durch das Leben machen, der mit uns den Weg geht – ganz egal, ob er schön oder steinig ist, der Weg. Einen Menschen, der uns achtet, respektiert, als etwas Wundervolles sieht, der uns wachsen sehen möchte, der uns inspiriert und unterstützt, der mit uns lacht und die Tränen von der Wange abwischt.

Der Mensch, der sagt: „Könntest du dich nur mit meinen Augen sehen. Dann wüsstest du, was für ein wundervoller Mensch du bist. Wie schön. Wie einzigartig. Wie großartig und besonders.“

(Das sind Worte von Tobi, einem „meiner“ Bräutigame. Und es macht mich mächtig stolz, was für tolle Menschen ich begleiten darf!!!!!!!!!!!!!)

Ich glaube daran, dass wir uns den Menschen wünschen, der mit uns nächtelang diskutiert, mit uns nackt durch’s Haus Samba tanzt und bis zum Morgengrauen durch die Nacht fliegt, der uns küsst, bis uns die Luft wegbleibt und der uns aber auch wortlos versteht. Dessen Blick genügt und er weiß, wie unser Herzchen tickt.

Ich glaube daran, dass wir uns einen Menschen wünschen, der unsere Hand nie loslässt, ganz egal, was passiert. Weil losgelassen wurde sie doch nun oft genug. Nicht wahr?

Ich glaube daran, dass wir bedingungslos den EINEN Menschen ein Leben lang lieben können.

Wie in dem Film „Ein einziger Tag“. Ich liebe ihn. Kennst du ihn? Ich erinnere mich jedes Mal mit Herzrasen an eine Freie Trauung im Sommer 2018, die ich begleiten durfte. Zarte Pianoklänge durchwebten die Luft. Es war magisch. Der Wind spielte mit den Blättern der hundert Jahre alten Bäume im historischen und majestätischen Schlosspark des Schlosses Brandis. Die Braut liebte den Film über alles und so habe ich, nachdem sich das Brautpaar gesetzt hatte, folgende Worte im Originalton-Trailer abgespielt:

„Ich bin nichts Besonderes, nur ein gewöhnlicher Mann mit gewöhnlichen Gedanken. Ich habe ein gewöhnliches Leben gelebt. Niemand hat mir ein Denkmal gesetzt und mein Name wird bald vergessen sein. Aber in einer Hinsicht war ich unglaublich erfolgreich: Ich habe einen Menschen mit ganzem Herzen und ganzer Seele geliebt, und das war mir immer genug.“

Ihr könnt erahnen, was passierte? Diese irre charismatische Männerstimme im Park zu hören, war der emotionale Wahnsinn. Stille. Nicht ein Mäuschen bewegte sich. Die Vögel verstummten für einen Atemzug. Der Braut liefen die Tränen über die Wange, Bräutigam, die Gästeschar und ich wurden von Gänsehaut übermannt. Die Worte des Mannes durch den Park hallen zu lassen, war grandios. Das sind doch nur ein paar Worte, könnte man meinen. Doch ist es nicht so? Wollen wir nicht alle erfolgreich und glücklich sein? Und das, weil wir einen Menschen aus tiefsten Herzen und tiefster Seele lieben? Ist das nicht Glück genug!

Wollen wir nicht diesen einen Menschen, der unsere Seele berührt und Frieden in unser Herz bringt? Ich glaube daran, dass wir uns den Menschen wünschen, der alles für uns war, ist und sein wird. Und deswegen liebe ich meinen Job als Freie Rednerin so sehr. Ihr glaubt gar nicht, was für schöne Momente mir meine Brautpaare in den Freien Trauungen und auf dem Weg dahin bescheren. Was sie mir, als Freie Rednerin, für ein Geschenk machen! Und genau aus diesem Grund sage ich: Freie Trauungen sind ein Geschenk. Die Liebe ist ein Geschenk. Das Leben ist ein Geschenk. Achten und schätzen wir diese Werte! Es gibt nichts Wundervolleres, als zwei Menschen vor sich zu haben, die wissen, dass sie den Menschen gefunden haben, mit dem sie alt und schrumpelig werden wollen. Es gibt nichts Wundervolleres als diese Gefühle und die Liebe zu spüren. Diese innige Verbundenheit. Die Vertrautheit, das Lachen in den Augen zu sehen aber auch den Kampf, den sie vielleicht geführt haben. Ich glaube, dass die Liebe tatsächlich alles für uns bedeutet. Alles. Ohne sie sind wir nichts.

Ein wundervolles Brautpaar sagte mal: „Anni, wir können allein, aber zusammen ist es doch viel schöner!“ Wie Recht sie haben. Na klar, können wir allein leben. Aber zu zweit ist es doch viel schöner. Wenn wir alleine durch das Leben reisen, bringen wir uns außerdem um die schönste Frage, die wir uns gegenseitig stellen können. Später, weißt du, wenn wir zusammen schrumpelig alt geworden sind. „Weißt du noch? Damals?“ ….. All die wundervollen, lauten und stillen Momente, das gemeinsame Wachsen, all die Herausforderungen, all die gemeinsamen Träume und Hoffnungen…. All das ist viel schöner, wenn wir es teilen. Ich durfte vor 2 Wochen eine Goldene Hochzeit begleiten. Es war irre schön. Die Tränen des Stolzes, des Glücks, der Liebe und der Dankbarkeit rannen über die Wangen. Ich liebe diese Momente: Wann sagen wir uns im Alltag, dass wir uns lieben und vor allem warum? Und dass wir dankbar sind für unser Erschaffenes, unsere Familie, unsere Vertrautheit, unsere Treue, unsere Wertschätzung, unsere Unterstützung und unsere Liebe.

Ich genieße diese Augenblicke so sehr, nur wenn ich beobachten darf, wie die Worte im Herzen ankommen und sie die Seele berühren. Und dabei sind es ihre Worte, nur dass ich sie ausspreche. Ich sage, was sie fühlen und denken. Es gibt nahezu nichts Schöneres, als zwei Menschen zu sehen, die den Weg gegangen sind – in Freud und Leid. Und genau diese Momente sind es, die mich glauben lassen, dass wir uns (fast) alle diesen EINEN Menschen wünschen, mit dem wir nach 50 Jahren Goldene Hochzeit feiern und noch lange kein Ende sehen wollen. Diesen EINEN Menschen, mit dem wir uns durch das Leben kämpfen, es mit Freude und Dankbarkeit annehmen wollen und mit dem wir am Ende Händchen haltend am Meer sitzen. Mit dem Prosecco in der Hand. Ihr wisst schon. Und das Verrückte ist, ich habe noch KEINEN Menschen getroffen, der mir widersprochen hat. Der allein leben WILL – bis ans Ende. Allein leben heißt ja nicht, dass wir nicht trotzdem diesen einen Menschen haben können, dem wir vertrauen, den wir lieben und der uns liebt.

Eine kleine Geschichte muss ich euch noch mitgeben: Es war Anfang des Jahres. Ich durfte in Leipzig bei der Story Telling Night als Speakerin auf der Bühne stehen. Als ich nach Hause kam, spät in der Nacht, lag auf dem Küchentisch ein Blatt Papier und folgende Worte waren darauf von einer 9 jährigen Kinderhand gekritzelt:

„Liebe ist nicht nur ein Gefühl. Sondern alles. Viele lieben ihr Hobby oder ihre Familie. Aber ich liebe die ganze Welt. Jeder macht einmal Fehler. Aber dafür sollten wir sie nicht bestrafen. Wir sollten ihnen eine zweite Chance geben und sie umarmen. Niemand wusste je, was alle Menschen zusammenhält. Aber ich weiß es: Es ist die Liebe!“

Hey, mir kullerten die Tränchen die Wange herunter. Und glaubt mir, es gibt nichts Schöneres als einen Menschen an seiner Seite, der dann diese Tränen des Glücks und des Stolzes wegküsst.

Und wenn dieser Mensch schrumpelig alt mit mir dann am Meer sitzt (ihr kennt ja meine Vision…. Mit 80 und so…. wenn nicht, schaut gern in den 1. Blog) und den kalten Prosecco schlürft, meine Kinder und wir gesund sind, bin ich erfolgreich und glücklich. Nur das ist der Sinn: Glücklich sein. Nicht mehr und nicht weniger.

Hey Lovelies, bleibt oder werdet glücklich.
Sagt mir: was ist eure Vision, wenn ihr alt seid?
Wollt ihr diesen einen Menschen an eurer Seite? Der in guten und in schlechten Zeiten für euch da ist, der mit euch durch die Höhen des Lebens fliegt und durch die dunklen Täler geht? Wollt ihr diesen Menschen wirklich?
Was ist für euch Glück? Warum sind wir hier, auf dem Erdenball?
Hey, ich freue mich auf eure Antworten und wenn ihr wieder reinschaut.
Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde, über das wir sprechen müssen.
Passt gut auf euch auf!
Xoxo Anje & Tausend Luftküsse dazu

Du willst etwas machen, dann nur aus Liebe …
tauche ein, sei frei.